Zugvögel in Brandenburg

Die Kraniche im brandenburgischen Linum – Zwischen Ende September und Anfang November rasten vielen Zugvögel, vor allem Kraniche, Enten und Gänse, auf ihrem Weg aus nördlichen Gebieten Europas nach Süden im brandenburgischem Linum. Die Landschaft bietet den Vögel die Möglichkeit nochmal ordentlich zu fressen, bevor die lange Reise weitergeht. Nachts schlafen die Vögel in den großen aber sehr flachen Teichen von Linum. Die Kraniche können darin stehen und werden vom Wasser gegen Füchse und andere Raubtiere geschützt. Tagsüber befinden sich die Vögel auf ihren Futterplätzen. Dies sind häufig umgepflügte Getreide- und Maisfelder, auf denen die Kraniche Körnern finden. Abends suchen die Vögel ihre Schlafplätze in der Teichlandschaft von Linum aus. Schaulustige reisen an, um das Spektakel zu beobachten. Nabu unterhält in Linum eine Station und führt von dort aus Führungen durch. / 20. 9. 2009

Kraniche im Flug

Enten im Formationsflug

 

Rehe im Rhinluch – Brandenburg

10. 4. 2009

Brandenburg. Großes Rehrudel im Rhinluch bei Linum

Brandenburg. Großes Rehrudel im Rhinluch bei Linum

Auf einer Wiese im brandenburgischen Rhinluch, einer Moorlandschaft mit unzähligen Entwässerungsgräben, entdeckten wir ein großes Rudel Rehe. Wir zählten 48 Tiere. Nicht weit entfernt sprangen weitere Rehe umher und über uns zogen zwei Raubvögel ihre Kreise. Für Tierbeobachtungen ist das Gebiet ideal. Den Feldstecher und ein sehr gutes Teleobjektiv mit langer Brennweite sollte man nicht vergessen.

 

Die Zugvögel von Linum. Gänse und Kraniche

23. 10. 2010

Brandenburg. Vogelbeobachtungen zwischen Kremmen und Linum. Zugvögel. Gänse im Flug am Himmel. Die Kraniche und Gänse versammeln sich vor ihrem Flug in den Süden und locken Schaulustige an.

Schaulustige beim Vogelbeobachten.

Schaulustige beim Vogelbeobachten.

Gänse im Flug.

Gänse im Flug.

23. 10. 2010. Brandenburg. Linum. Vogel. Vögel. Gänse. Enten.

23. 10. 2010. Brandenburg. Linum. Vogel. Vögel. Gänse. Enten.

 

Ein Schwan greift Gänse an – Linum

16. 9. 2011

Schwäne passen gut auf ihren Nachwuchs auf. Auf den Linumer Teichen, auf denen sich die Gänse sammeln, attackiert und vertreibt ein Schwan unermüdlich eine große Schar Gänse. So wie der Hirtenhund die Schafherde umkreist und in Bewegung hält, verhält sich der emsige Schwan. Währenddessen dümpelt der andere erwachsene Schwan mit den Jungen abseits von dem Geschehen herum. Wir filmten diesen Vorgang mit einer Pentax K-5 mit einem Sigma Apo 4/300mm und 2x Telekonverter.

Ein Schwan vertreibt Gänse

Ein Schwan vertreibt Gänse

 

Storchenpaar beim Balzen in Linum

30. 5. 2011

Brandenburg. Linum. Der Ort ist bekannt als Storchendorf. Hier befinden sich mehrere Horste, in denen die Storchenpaare ihren Nachwuchs aufziehen. Ende Mai sind die meisten Küken geschlüpft aber noch immer wird gebalzt und geklappert.

Storchenpaar in Aktion

Storchenpaar in Aktion


Der schnelle Tod aus der Luft – Die Rohrweihen über dem Dreetzsee

Kein Zugvogel, doch unvermittelt taucht ein großer Greifvogel über den Bäumen auf, die das Ufer des Dreetzsees bei Carwitz umsäumen. Im Schilfgürtel beginnt sofort ein aufgeregtes Fiepen. Die dort ansässigen Vögel habe die Gefahr schnell erkannt. Sie fürchten sich um ihren Nachwuchs, auf den es der Räuber, eine Rohrweihe, abgesehen hat. Das Frühwarnsystem der Schilfbewohner funktioniert bei diesem Anflug gut. Sie sind auf der Hut. Diesmal kommt es nicht zum gefürchteten Sturzflug oder dem lautlosem unbemerkten Herabsinken des Raubvogels, der unverrichteter Dinge wieder abzieht. Währenddessen bleibt eine Taube ungerührt auf ihrem Zweig im goldenen Abendlicht der sinkenden Sonne sitzen. Das Drama des nahenden Todes tangiert sie nicht; sie ist zu groß und gehört nicht zum Beuteschema des Jägers.

Rohrweihe auf Nahrungssuche

Raubvogel. Rohrweihe auf Nahrungssuche

In diesem Jahr sind im ausgedehnten Schilfdickicht zwischen dem Dreetzsee und Carwitzer See, einer Brutstätte für Enten, Blesshühner und Schilfrohrsänger, mehrere Greifvögel auf Beute aus. Man merkt es am Verhalten der Wasservögel, die in ruhigeren Jahren jedem Paddelboot auflauern, um Brot zu erbetteln. Nun verbergen sie sich im Unterholz und Schilfgürtel am Ufer solange die Küken noch klein sind. Die Enten und vor allem die dreisten Blesshühner, die schon früh ein Wegelagererverhalten mit durchdringenden „Fiiiep“-Lauten entwickeln, sind angesichts der Gefahr aus der Lüfte vorsichtig geworden.

Männliche Rohrweihe im Flug (Circus aeruginosus) Greifvoge

Männliche Rohrweihe im Flug (Circus aeruginosus) Greifvogel

Den Greifvögeln bieten die umliegenden Felder sowie die gras- und diestelbewachsenen Wiesen mit ihren vielen Mäusen und Kleingetier genügend Alternativen, um ihren Hunger zu stillen. Aber welcher Feinschmecker schätzt nicht die abwechlungsreiche Speisekarte?

Der Raubvogel mustert aufmerksam seine Umgebung.

Der Raubvogel mustert aufmerksam seine Umgebung.

Fototechnik: Pentax K-5 / Sigma AF Apo 4/300mm

Der Zug der Kraniche (Mecklenburg-Vorpommern)

1. 10. 2009

Zugvögel auf der Insel Rügen. Auf den Feldern zwischen Spyker und Bobbin rasten ab Mitte September bis zum November Kraniche vor ihrem Zug nach weit entfernten südlichen Gefilden. Abends kurz vor dem Sonnenuntergang treffen die Zugvögel schwarmweise ein. Das Spektakel wird von interessierten Beobachtern von einem Rastplatz am Ortsausgang von Bobbin in Richtung Sagard verfolgt. Sie richten ihre Ferngläser auf das Feld vor dem Jasmunder Bodden der abendlichen Sonne entgegen.

Kranichbeobachter.
Kranichbeobachter.
Beobachter bei Bobbin.
Kranichbeobachter.

Vor Sonnenuntergang trudeln die Kraniche in Schwärmen ein und sind vor ihrer Landung als dunkle Silhouetten vor dem orangen Himmel zu sehen.

Fliegende Kraniche.

Kraniche über dem Jasmunder Bodden.

Kraniche auf einem Feld bei Spyker.

 

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Kraniche in Brandenburg
11. 11. 2010

Wo sind die Kraniche, die sich so zahlreich an ihren Rastplätzen versammeln sollen? Diese Frage stellt sich der Berliner, der am Wochenende mittags im brandenburgischen Linum anhält, um ein wenig Vogelbeobachtung zu betreiben. Die menschenscheuen Vögel verbringen die Nächte auf abgelegenen Wiesen. Sie steigen morgens auf, fliegen meist in Schwärmen zu Futterstellen und kommen abends zurück. Tagsüber findet man sie nicht so leicht. Man kann sich ihnen kaum nähern und sollte das auch nicht tun, den die Kraniche benötigen einen Sicherheitsabstand von ca. 300 Metern zum Menschen. Seltsamerweise gilt das nicht für Fahrradfahrer und schon gar nicht für Autos. Daher sieht man größerere Kranichversammlungen auf den abgeernteten Maisfeldern entlang der Autobahn zwischen Fehrbellin und Kremmen.

Wer (derzeit) um 9 Uhr früh bei Linum seinen Beobachtungsplatz einrichtet, sieht die Kranichschwärme aufsteigen und hört ihre vielstimmigen trompetenartigen Laute. Dann ist richtig was los am Himmel. Ein Fernglas sollte man auf jeden Fall dabeihaben.

Kraniche im Flug

Kraniche im Flug

Vier Kraniche. Zugvögel in Formation.

Vier Kraniche. Zugvögel in Formation.

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