Kurkuma und Apfelessig gegen Infektionen

Durch die Corona-Krise (Covid-19) werden Hausmittel mit nachgesagter gesundheitsfördender Wirkung wieder populär. Eine antibakterielle Wirkung soll folgende Mixtur haben. Sie besteht aus Apfelessig, Zwiebeln, Knoblauch, sehr scharfem Chili, frischem Ingwer, Kurkuma und Meerrettich. Die Angaben über die jeweiligen Anteile und Zutaten variieren. Wir haben sie etwa folgendermaßen gewichtet:

0,5 l Apfelessig

2 mittelgroße Zwiebeln

2 große Knoblauchknollen

150 g frischer Ingwer

2 scharfe Chilischoten

2 Esslöffel Kurkuma pulverisiert (auch: Curcuma, Gelber Ingwer, Gilbwurzel)

1 Löffel scharfer Meerrettich aus dem Glas  oder ca. 10 cm einer frischen Wurzel

Apfelessig, Kurkuma und andere Zutaten für eine scharfe Paste

Zwiebeln und Chilischoten werden fein gehackt, der Knoblauch gepresst und der Ingwer geschält und mit einer Reibe zerkleinert. Alles wird in eine Schüssel mit dem Apfelessig gegeben. Dazu kommen noch zwei Esslöffel Kurkuma und ein Esslöffel Meerrettich aus dem Glas. Falls frischer Meerrettich erhältlich ist, wird statt der Konserve ein ca. 10 cm langes Stück der Wurzel mit der Reibe zerkleinert. Die Mischung wird gleichmäßig verrührt.

Mit dem Apfelessig muss man aufpassen. Gibt man zu viel hinein, setzen sich die anderen Stoffe allmählich unten ab, während darüber der Essig steht. Mir gefällt ein Mischungsverhältnis am besten, bei dem das Ergebnis eher eine Art Paste ist wie grober Apfelmus.

Wie viel Chili man verwendet, hängt auch davon ab, wie viele Schärfe man verträgt. Wenn die Paste eher milde schmeckt, sollte mehr kleingehackter scharfer Chili hinein, bis der Geschmack die Schärfe vermittelt, aber gerade noch erträglich ist.

Ich habe mehrere solcher Mischungen auf Gläser aufgeteilt und in den Kühlschrank gestellt. Nach über sechs Wochen sind keine negativen Veränderungen festzustellen. Offenbar hat die Paste eine lange Haltbarkeit und enthält mit dem Essig und den anderen pflanzlichen Substanzen genügend eigene Konservierungsstoffe, um nicht zu verderben.

Die antibakterielle (?) Paste in Gläsern.

Wie nimmt man es ein?

Seien Sie vorsichtig mit der Menge! Bereits ein gestrichener Teelöffel kann unverdünnt für unangenehmes Sodbrennen sorgen. Essen Sie während einer Anwendung nicht mehr davon. Wer zu Magengeschwüren neigt, sollte besonders vorsichtig sein. Am besten rührt man einen Teelöffel der Paste in eine Reisportion oder würzt damit andere Speisen.

Es ist auch möglich, einen halben Teelöffel davon in den Mund zu nehmen, den scharfen Geschmack eine Weile wirken zu lassen, um die Paste anschließend wieder auszuspucken! Dadurch wird der Magen empfindlicher Leute am wenigsten belastet.

Über die Mundschleimhaut werden viele Stoffe aufgenommen, um vom Transportsystem des Körpers weitergeleitet zu werden. Da viele grippale Infektionen und auch Corona / Covid- 19 über einen Virusbefall im Rachen beginnen, mag unser Hausmittel hier eventuell eine desinfizierende Wirkung entfalten und einen Schutz bieten.

Im Internet finden Sie weitere Artikel zu diesem Thema. Googeln Sie nach ‚Apfelessig  Kurkuma‘. Es tauchen zahlreiche Varianten und Erfahrungsberichte auf. Es ist nicht schwer, so eine Paste in der von mir vorgestellten Form oder in einer anderen Variante herzustellen und die Wirkung auszuprobieren. Sie wissen selbst am besten, wie viel Schärfe sie vertragen oder Knoblauch und die anderen Ingredienzien. Vielleicht entdecken Sie mit Ihren Experimenten sogar schmackhafte gesunde Gewürzpasten, die ihren Speiseplan bereichern.

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