Aus Verärgerung auf Facebook geblockt. Was nun?

Die Kommunikationskanäle des Smartphones und insgesamt des Internets können leicht zum Austausch von Informationen und für Statusmeldungen verwendet werden. Sie bieten auch Möglichkeiten zur Belohnung und Bestrafung.  WhatsApp, der Facebook Messenger sowie Freundschaften auf Facebook und ähnliche Tools aus dem Bereich der sozialen Netze sind Kanäle, die man für andere öffnen, aber auch schließen kann. Wer von einer anderen Person genervt ist oder einfach keinen Kontakt wünscht, kann sich ihren Nachrichten entziehen, aber damit entfällt dann auch eine Kommunikationsmöglichkeit, die später eventuell doch erwünscht ist.

Regenbogen

Der aktive Kontaktabbruch kann als Folge einer Meinungsverschiedenheit erfolgen. Dann ist es für die unterbrechende Person nach dem Verfliegen des Ärgers schwierig, diesen Kanal wieder zu öffnen.

Dem im Wege steht der eigene Stolz, der es erschwert, die abgewiesene Seite nun um eine Bestätigung für das erneute Öffnen des Kanals zu bitten. Im Prinzip räumt man nämlich damit ein, Mist gebaut zu haben. Das wissen beide Seiten.

Auch ist ihnen bekannt, dass solche Kontaktabbrüche beim ersten Mal Betroffenheit auslösen, aber bei häufigem Vorkommen in kurzem Abstand in ihrer Wirkung inflationär werden, vor allem wenn sie nur als ungeduldige oder verärgerte Reaktion erfolgen. Wer solche Kontaktabbrüche mehrmals betreibt, um andere gefügig zu machen, schadet vor allem sich selbst.

Gemäß dem Motto, „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“, ist temporäres Schweigen manchmal angebracht, aber das Schließen von Kommunikationskanälen ist eine andere Sache.

Der damit verbundene Vertrauensverlust in eine Bekanntschaft oder Freundschaft ist beträchtlich. Die blockierte Person stellt fest, dass minimale Trigger und Ungeduld ausreichen, um überflüssige Dramen zu erzeugen und das nächste in Kürze vorprogrammiert ist. Braucht man diesen Stress?

Dann sollte man das erneute Öffnen solcher Kontakte freundlich ablehnen und sich auf das gute alte Gespräch von Person zu Person ohne technische Hilfsmittel beschränken. Wenn das auch nicht geht, …

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