Eklat im Restaurant Fährhaus am Tegeler See

Eine aufgebrachte Frau schimpfte wie ein Rohrspatz im Garten des ‚Restaurant Fährhaus‘. Sie sei Journalistin und würde über den Vorfall berichten, drohte sie. Ihre beiden Begleiter, eine Dame und ein Herr im fortgeschrittenen Alter, die mit ihr eine Fahrradtour dorthin unterommen hatten, blieben ruhig. Was war passiert?

Restaurant Fährhaus

Restaurant Fährhaus

Das Restaurant Fährhaus liegt in Berlin am Ufer des Tegeler See gegenüber der Insel Marienwerder. Direkt davor liegt der Yachthafen ‚Bootsstände Lahe‘. Die Plätze im Garten des Restaurants sind bei guten Wetter begehrt. Wer hier einen schönen Platz findet, kann das Treiben auf dem Wasser beobachten. Das ist nett und ein guter Grund, hier eine Rast einzulegen.

Die meisten Tisch stehen im Halbschatten unter Bäumen. Dort wird üblicherweise serviert. Die Tischreihen direkt am Wasser bleiben manchmal gesperrt. Die Gründe sind seitens der Gäste nicht immer nachvollziehbar und so war es in diesem Fall. Allerdings sitzt man auch in der ‚zweiten Reihe‘ sehr gut.

Die aufgeregte Dame wollte mit ihren Begleitern nur an einem der vorderen Tische Platz nehmen, was von der Bedienung abgelehnt wurde, weil zuwenig Personal anwesend war. Die Dame schlug vor, dass sie die Sachen selbst an den Tisch holt. Das lehnte ihr Ansprechpartner ab. Entweder gab es einen Tisch ein paar Meter höher unter den Bäumen im aktiven Servierbereich oder keinen. Die Dame wurde ärgerlich und verkündete mehrmals, sie sei Journalistin und würde über dieses Restaurant schreiben. Sie mochte die ‚Bedingungen‘ nicht hinnehmen und ging zum Chef. Der hörte kurz zu und fragte: „Wollen Sie mich erpressen?“ Die Frage war berechtigt. Daraufhin erteilte er der Dame ein Hausverbot, was diese empört zur Kenntnis nahm.

Terrasse am Wasser

Terrasse am Wasser

Auf der Website des Restaurants steht der schöne Satz: „Im Zusammenspiel mit der wundervollen Lage des Restaurants ist es das Ziel des Fährhauses jeden Gast nicht nur satt, sondern auch zufrieden und mit einem guten Gefühl nach Hause verabschieden zu dürfen.“ Im Falle der oben genannten Gäste ist das nicht gelungen. Zweierlei muss man den Restaurantbetreibern zugute halten. Ihr Geschäft ist stark vom Wetter abhängig. Das ist unberechenbar. Da kann es vorkommen, dass die Personalplanung nicht jedem Ansturm von Gästen gerecht wird. Zudem ist es Sache der Restaurantbetreiber zu entscheiden, ob der Servicebereich eingeschränkt wird. Das gibt keinem Besucher das Recht unhöflich zu werden und mit einer schlechten Rezension in der Presse zu drohen.

Die anderen Gäste ließen sich von dem Vorfall nicht lange stören. Sie genossen den Blick auf das Wasser sowie Speis und Trank an diesem schönen Ort.

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